Klar für den Kampf gegen einen alten Feind
In der Ruhe vor dem Sturm dieses Vormittags welche dem Dröhnen von Artilleriefeuer und Geknatter von Maschinengewehren folgte, scheinen sich die Präpararionen für einen kleinen Krieg in den Obstgärten und Reisterassen unterhalb der steilen Spingar Bergkette zu entfalten.
Mengen von schwer bewaffneten Afghanischen Truppen und Kämpfern von Spezialen Grenzpolizei Einheiten - entschlossen, professionell, und offensichtlich klar für einen Kampf - haben sich um ihre senior Offiziere versammelt um Befehle entgegenzunehmen. Artilleriemänner warten neben ihren 122mm Feldkanonen versteckt zwischen den Maulbeerbüschen. Und in den Dörfern in der Nähe versammeln sich Stammesleute um ihre Ältesten auf den Basaren um Waffen entgegenzunehmen so das sie an der Rauferei teilnehmen können.
Nun ist der Feind nicht die Taliban, auch keine infiltrierende Kolonne von Al-Kaida Kämpfern. Stattdessen, in dem einsamen Grenz-Distrikt von 'Ali Kheyl' in Ost-Afghanistan, sehen Afghanische Sicherheitskräfte sich selbst einem älteren und größeren Feind gegenüber: Pakistan.
Clashes zwischen den zwei Nachbarn - zwei des Westens beste Allierte gegen den 'War on Terror' - begannen hier letzten Sonntag morgen als Pakistani Forces auf einen Afghan Posten bei Toorgawe feuerten, einem strategischen Punkt an der Grenze. Die Kämpfe sind die seriösesten seit Jahren.
Seit Sonntag abend findet eine Massierung von Forces in der umstrittenen Zone statt wo hunderte von regulären Afghani Soldaten des 203.rd 'Thunder' Corps, welche gegen die Taliban kämpften, eingesetzt wurden um die belagerte Grenzpolizei zu verstärken, sie brachten ihre schwere Artillerie von Kabul mit sich. "Wir können nicht mehr warten", sagte Briegadier Sannaoul Haq, ein Staffoffizier des Corps. "Sollte nun irgendetwas passieren werden wir dementsprechend antworten."
Jede Seite beschuldigt die andere mit den Bombardierungen begonnen zu haben, die bis jetzt 13 Afghanen getötet und 51 verwundet haben. Ausländische Diplomaten in Kabul sind besorgt das die Situation, welche Afghanische nationalistische Sentiments über jeden ethnischen Unterschied vereint hat, eskalieren kann. Sie bedroht jeglichen Anschein von Sicherheits-Cooperation zwischen den Ländern zu zerstören, zum Schaden von NATO's Kampf gegen die Taliban.
Spannung entlang der 2600km langen Grenze zwischen den beiden Nationen wuchs seit Monaten. Afghanistan hat die ISI, Pakistan's Intelligenz Service, konsistent beschuldigt Taliban Kämpfer in Camps in Pakistan auszubilden und zu bestücken, und ihnen dann zu erlauben über die Grenze nach Afghanistan zu schlüpfen.
Pakistan hat kürzlich begonnen in selektierten Areas Sicherheits-Zäune zu errichten, vorgeblich um den Verkehr von Aufständischen aufzuhalten. Dies wiederum hat die Afghanis noch mehr verärgert.
Die Kabul Regierung erkennt die Grenze wie sie von den Briten in 1893 ausgelegt wurde nicht an. Genannt die Durand-Line, nach Sir Mortimer Durand, damals Aussenminister der Britischen Indischen Regierung war die Demarkationslinie gedacht kriegerische Pashtun Stämme antipathetisch zu Britischem Einfluss aufzuteilen. Nun sieht Afghanistan den Sicherheitszaun als eine defacto Bestätigung einer Grenze die sie von Stammesgebieten in Pakistan trennt, die sie als ihr Eigentum fordern.
"Die Durand-Line ist eine erstickende Imposition unter der wir leiden", sagte General Abdur Rahman, der Vorgesetzte der Afghanischen Grenzpolizei am Donnerstag als er zu seinen Männern sprach in Ghumruk, einem Zollposten neben der umstrittenen Sektion der Grenze. 7 seiner Männer wurden getötet seit die Kämpfe starteten, trotzdem sind seine Befehle nur darauf ausgerichtet Afghanisches Territorium zu verteidigen.
"Wir haben das Blut unserer Männer geopfert um auch nur einen einzigen Pakistanischen Fuß davon abzuhalten innerhalb unserer Grenze zu treten", fügte er hinzu. "Unsere Befehle vom Innenministerium sind unsere Positionen zu halten, Ärger zu vermeiden, und nicht zu feuern außer man feuert auf uns."
Kein Sicherheitszaun wurde von Pakistan bei Toorgawe gebaut. Stattdessen sagen die Afghanis dass ihre Polizei in dem Posten attackiert wurde ohne Warnung, einfach wegen der wünschenswerten Lage.
"Woimmer sie eine unserer Grenzpositionen an einem hohen Pass sehen versuchen sie diese zu beeinflussen", sagte Brigadier Haq. "Seit den Zeiten der Mujahedin denken die Pakistanis das unser Land ihr eigenes ist. Dann kamen die Taliban und immer noch konnten die Pakistanis Grenzposten bauen wo sie wollten. Nun haben wir eine Zentrale Regierung und eine eigene Armee, und das macht die Pakistanis böse. Sie möchten uns oder unsere Grenze nicht tolerieren."
In der initiellen Abwesenheit von regulären Truppen eilten hunderte von Pashtun Stammesleuten von lokalen Dörfern zur Unterstützung der Grenzpolizei während der Attacken am Sonntag.
"Wir hatten Gewehre, Äxte, Schwerter", sagte Nawruz, einer der Stammesleute die teilnahmen. "Ich nahm 15 Männer aus unserem Dorf mit mir. Wir gingen in die Schützengräben und schossen zurück auf die Pakistanische Militia. Einer meiner Freunde starb neben mir, getötet von einer Pakistanischen Mortar-Round."
Am Montag flog eine joint-Afghan-Amerikanische Delegation über die Grenze um mit Pakistanischen Offizieren zu sprechen und einen Waffenstillstand zu produzieren. Das Treffen wurde in einem Schulhaus in Teri Mangal, einer kleinen Stadt in der Kurram Stammesregion von Pakistan abgehalten. Aber als die Verhandlungen vorüber waren wurde auf die Delegation geschossen. Ein Amerikanischer Soldat wurde getötet und 4 andere verletzt.
NATO und Pakistan sind interessiert diesen Vorfall zu verharmlosen und sagen die Attacke war das Werk eines einzelnen wilden Mannes der Pakistanischen Militia. Allerdings sagten 2 Afghanische Delegationsmitglieder die separat von The Times, Governor Rahmatullah Rahman, und Colonel Shamsur interviewed wurden das sie von bis zu einem Dutzend Pakistanischer Militiamänner beschossen wurden.
"Da waren zwei Gruppen von Pakistan Militia die uns beschossen", sagte Governor Rahmatullah. "Eine Gruppe war zwischen Felsen platziert und schoss auf die Delegation als sie vom Schulhaus zum Helikopter-Landeplatz fuhren um dort abgeholt zu werden. Die andere Gruppe feuerte auf die Security-Guards der Delegation auf dem Schulhof. Die Angreifer waren in Uniform. Ich sah mindestens 10."
Trotz dieser Attacke hielt ein Waffenstillstand bis Donnerstag, wenn morgens erneut Artilleriebeschuss gewechselt wurde und bis Mittags dauerte. Trotz das die Pakistanische Militia in Kurram und die Afghanis in Ali Kheyl Pashtuns vom selben Zazi Stamm sind ist ihre Verwandtschaft keine Barriere zur Leidenschaft sich gegenseitig zu bekämpfen.
"Wenn es eine Frage des Territoriums ist, oder des Lands, dann macht es nichts aus selbst wenn es dein eigener Bruder ist", sagte Malik Khir Gul Khan, einer der Afghani Stammesältesten. "Unter unserem Code des 'Pashtun-wali', sollte dein Bruder dein Haus nehmen oder dein Land, dann mußt du ihn töten, oder sterben während du es versuchst."
Bis jetzt haben NATO oder die Amerikanisch-geführten Forces ihre Kräfte von dem Kampfgebiet ferngehalten, aber Captain Aziz, ein Afghan Kommandeur in Ghumruk, sagte am Donnerstag hat er ein Amerikanisches 8-Mann-Team gesehen wie sie sich nach vorne bewegten um die Clashes zu beobachten, aber sie wurden auch von Artillerie beschossen und zogen sich wieder zurück.
Afghanistan's 46.000 Mann starke Armee ist in keiner Position sich mit der militärischen Stärke Pakistans zu messen, und diplomatischer Druck auf beide Länder macht es höchst unwahrscheinlich das die Kämpfe sich auf die regulären Forces ausbreiten. Wie auch immer, die Kämpfe haben eine extremes Anti-Pakistanisches Sentiment unter den Afghanischen Grenzstämmen ausgelöst, und das zu einer Zeit wenn das Glück eines jeden ausländischen Spielers davon abhängt dass die zwei Nachbarn cooperieren.
"Erst heute morgen hatte ich ein Angebot von Stammesälteren mir 400 Mann zu Verfügung zu stellen um die Pakistanis zu bekämpfen," sagte Captain Aziz. "Ich muß ihnen am laufenden Band befehlen in ihren Dörfern zu bleiben. Männer, Frauen, und Kinder, in dieser Gegend sind sie alle bereit ihr Blut für einen Kampf mit Pakistan zu geben."
orig. engl.